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Methodik Juristische Methodik: Praxis des Rechts
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
übersicht
Ekkehard Felder
Juristische Textarbeit im Spiegel der Öffentlichkeit. Berlin / New York 2003
Inhaltsübersicht

1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Erkenntnisinteresse der Untersuchung • 1.2 Sprache im Rechtswesen und in der Justiz: Forschungsrichtungen und Desiderata

Teil I: Theoretische Grundlagen

2. Sprachwissenschaftliches Interesse am Recht

2.1 Methoden (Kanones) der rechtswissenschaftlichen Gesetzesauslegung • 2.2 Freiheit und Gebundenheit des Richters • 2.3 Parallelen der Sprach– und Rechtswissenschaft • 2.4 Gemeinsame Erkenntnisziele von Sprach– und Rechtswissenschaft • 2.5 Sprachliche Grundannahmen der Strukturierenden Rechtslehre • 2.6 Der Rechtstext: Geltung, Bedeutung, Rechtfertigung • 2.7 Konkrete Rechtsarbeit in fünf Textstufen: Der Rechtsstaat bildet ein Kontinuum juristischer Texte

3. Pragmatische Semantikauffassung

3.1 Die Bedeutungsproblematik • 3.2 Wortsemantische Betrachtungsweise • 3.3 Satz– und textsemantische Betrachtungsweise • 3.4 Der argumentationstheoretische Ansatz

4. Text, Textsorten, Textverstehen

4.1 Textkorpus: juristische und journalistische Textsorten • 4.2 Alltagsweltliche versus juristische Wissensrahmen • 4.3 Abgrenzungsproblematik Fachsprache und Gemeinsprache • 4.4 Zusammenhang von Kognition, Kommunikation, Kultur, Medien beim Erwerb von medial vermitteltem (Fach)Wissen • 4.5 Sprachliches Wissen von Handelnden als Mittel der Orientierung • 4.6 Textorientierte Verstehensmodelle • 4.7 Vermittlungsproblematik im Fokus von Sprecherhandlungen

Teil II: Rechtsarbeit als Textarbeit

5. Gegenstand der Verhandlungen

5.1 Die Gerichtsentscheidungen im Überblick • 5.2 Die juristischen Streitfragen im konkreten Rechtsfall • 5.3 Skizzierung der juristischen Kontroverse

6. Die konkrete Rechtsarbeit exemplifiziert an einer Sitzblockadenjudikatur

6.1 Ausgangspunkt ist der festgesetzte Sachverhalt - 6.2 Auswahl einer – zum Fall passenden – Normtexthypothese • 6.3 Das Normprogramm als Sprachbestandteil der Rechtsnorm • 6.4 Der Normbereich als Sachbestandteil der Rechtsnorm • 6.5 Die aus Normprogramm und Normbereich
gebildete Rechtsnorm • 6.6 Die Entscheidungsnorm • 6.7 Die Begründungen der Gerichtsentscheidungen in der Einzelbetrachtung

7. Juristische Binnenkommunikation: Die Kontroverse in der Fachliteratur

7.1 Sprachgebrauchsaspekte als Argumente - 7.2 Diffusionswirkungen auf ähnlich gelagerte Sachverhalte

Teil III: Linguistische Analysen

8. Sprachnormierungs„kämpfe” auf Wortebene

8.1 Bedeutungs– und Referenzfixierungsversuche: Der Gewaltbegriff • 8.2 Bedeutungs– und
Referenzfixierungsversuche: Der Verwerflichkeitsbegriff • 8.3 Bedeutungs– und Referenzfixierungsversuche: Der Rechtswidrigkeitsbegriff • 8.4 Resümee der „semantischen Kämpfe”

9. Semantisch–pragmatische Textanalyse: Sprecherhandlungen und Sprechereinstellungen

9.1 Drei grundlegende juristische Sprachhandlungstypen: Sachverhalt–Festsetzen, rechtliche
Sachverhaltsklassifizierung, Entscheiden (inkl. Argumentieren) • 9.2 Umstrittene Sprecherhandlungen und ihr Bewirkungspotential

10. Untersuchung der Sprachgebrauchstopoi
10.1 „Wortlaut” liegende Argumente • 10.2 In der Relation zwischen Textteilen liegende Begründungen • 10.3 In der Gewichtung juristischer Textsorten liegende Begründungen • 10.4 Resümee der
Sprachgebrauchstopoi

Teil IV: Rezeption der Judikatur in Printmedien
Zwischenrede: Veröffentlichte Meinung und Öffentlichkeit

11. Rezeption und Reaktionen in Printmedien

11.1 Wortsemantische Untersuchungen in Printmedien • 11.2 Sprecherhandlungen in Printmedien • 11.3 Sprachgebrauchstopoi in Printmedien

12. Zusammenfassung der Unterschiede und Gemeinsamkeiten

12.1 Sprachnormierungs„kämpfe“ auf Wortebene • 12.2 Divergierende Sprecherhandlungen in Alltags- und Fachwelt • 12.3 Alltagsweltliche und juristische Sprachgebrauchstopo

13. Resümee

Über das Buch

In der linguistischen Untersuchung wird die Arbeit mit Texten als Charakteristikum juristischen Handelns herausgestellt und programmatisch im Konzept der "juristischen Textarbeit" modelliert. Am Beispiel von "Sitzblockaden"-Gerichtsentscheidungen (vom Amtsgericht bis zum Bundesverfassungsgericht) und der Fach- und Kommentarliteratur wird die juristische Konstitution des Sachverhalts transparent gemacht. Um die Vermittlungsproblematik zu verdeutlichen, wird ebenfalls die Berichterstattung über diese Entscheidungen in Printmedien analysiert. Das Konzept der juristischen Textarbeit erklärt Verstehensprobleme auf pragmatischer Ebene und zeigt anhand von eigens entwickelten Sprachhandlungstypen, dass mit Hilfe dieser die Unterschiede zwischen juristischer und alltagsweltlicher Sachverhaltskonstitution adäquater erfasst werden können als mit terminologischen oder stilistischen Erklärungsversuchen (z.B. bei der Gesetzesformulierung).

Schematische Übersicht zum Aufbau der Untersuchung:


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