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literatur
Ralph Christensen / Hans Kudlich
Theorie richterlichen Begründens, Berlin 2001

Inhaltsübersicht

1.Teil: Problemstellung - Begründungen im Recht als Rechtfertigungstexte innerhalb einer rechtsstaatlichen Textstruktur

2. Teil: Vom Scheitern der semantischen Konzeption zum Problem der Pragmatik

A. Das monologisch-richterzentrierte Modell
B. Das diskursiv-verfahrenszentrierte Modell

3. Teil: Die vergessenen pragmatischen Bindungen: Sprachliche, soziale und argumentative Bedingungen richterlichen Entscheidens

A. Sprachliche Bedingungen: Kann Sprache die Entscheidung des Richters steuern?
B. Soziale Bedingungen: Welche Rolle kommt dem praktischen Gerichtsverfahren zu?
C. Argumentative Bedingungen: Wann ist eine Begründung argumentativ gültig?

4. Teil: Perspektiven für eine praktische Einlösung verfassungsrechtlicher Vorgaben

A. Der Abstand zwischen Können und Wissen als Ansatzpunkt einer Theorie der Praxis
B. Die normativen Anforderungen der Verfassung und einfachgesetzlicher Vorschriften
C. Die juristische Methodik als Instrument zur Entscheidung von Bedeutungskonflikten

Zusammenfassung

Vorwort

Die rechtsprechende Gewalt wird von Begründungslasten eingehegt. Nur wenn sie diese erfüllt, übt sie die Staatsgewalt legitim aus. Diese Rolle der Begründung in der Textstruktur des Rechtsstaats soll in diesem Buch vorgestellt werden. Wir gehen davon aus, dass die herkömmliche Auffassung im Irrtum ist, soweit sie die Bindungen der Gerichte auf der Ebene der Semantik sieht. Vergessen werden dabei die tatsächlich funktionierenden pragmatischen Bindungen. Diese gilt es im Rahmen eines nicht nur legalistischen, sondern auch verfahrensbezogenen Rechtsstaats Verständnisses zu entfalten.


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