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Methodik Juristische Methodik: Praxis des Rechts
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
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Seite vonThomas-Michael Seibert zum Thema auf der theoretischen Grundlage der Semiotik. Er selbst schreibt dazu:

"Die Welt besteht normalerweise aus vielen Markierungen und entsprechend vielen davon bezeichneten Handlungen und Zuständen. Zeichen treten insofern immer im Plural auf. Es ist ein Kunstgriff, ein Zeichen zu isolieren und diesem Zeichen eine isolierte Bedeutu zuzuschreiben. Dementsprechend führt es in die Rechtssemiotik zu behaupten, das Recht sei Zeichen; es gebe ein Rechtszeichen. Damit wird eine Markierung unterstellt, von der auszugehen ist. Das transzendentale Rechtszeichen verweist auf eine gerechte Verfassung der Welt. Auf solche Verweise sind Menschen angewiesen. Alle Erzählungen und Fälle in der Literatur verweisen auf die Welt, berichten etwas darüber und enthalten eine normative Botschaft. Diese Botschaft versichert dem Erzähler und den Adressaten, daß die Welt - trotz allem - eine Verfassung und einen Sinn hat. Das Recht ist ein Zeichen, und es besteht aus Zeichen."

Der folgende Titel gibt Einblick in Thomas Seiberts Arbeit:


literatur / info: Thomas Seibert, Zeichen. Prozesse

Vermitteln. Verstehen, Verwechseln.

Angesichts der engen Bindung des Rechts an die Sprache ist bemerkenswert, daß es bisher noch nicht stärker zu einer interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Rechts- und Sprachwissenschaft gekommen ist. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Sprache des Rechts an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften soll dazu beitragen, diesen Mangel zu beheben. Sie hat zum Ziel, die Entstehung, Auslegung und Anwendung von Rechtstexten zu erforschen und führt dazu eine empirische Untersuchung zu Verstehen und Verständlichkeit von Versicherungsverträgen durch. Geklärt werden soll, welche Verstehensprozesse ablaufen und welches Verstehensergebnis erzielt wird, wenn Rezipienten mit unterschiedlichen Wissensvoraussetzungen - Laien, Juristen und Versicherungsagenten - die Allgemeinen Versicherungsbedingung für die "Riester-Rente" zur Lösung eines spezifischen Versicherungsproblems zu Rate ziehen. Das Verstehen wird dabei durch die Methode des "Lauten Denkens" und durch schriftliche Beantwortung von Fragen zum Textverstehen erfasst. Daneben soll der interdisziplinäre Diskurs zwischen Juristen und Linguisten über das Verstehen von Rechtstexten und die Anforderungen an die Verständlichkeit des Rechts durch das eForum der Arbeitsgruppe intensiviert werden. Die aus den kontroversen Diskussionen der Arbeitsgruppe Sprache des Rechts hervorgegangenen Beiträge, welche die unterschiedlichen Standorte in der Debatte um die Verständlichkeit des Rechts repräsentieren, können ebenso wie eine eingehende Darstellung des empirischen Vorhabens auf der Website des eForums eingesehen werden:

visit: www.bbaw.de/sdr/start.html

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkt "Öffentlicher Sprachgebrauch/Öffentliche Kommunikation in der Abteilung für Germanistische Sprachwissenschaft der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Lehrstuhl Germanistik I) wurde unter der Leitung von Dietrich Busse der Arbeitsschwerpunkt Juristische Fachsprache und Öffentlicher Sprachgebrauch eingerichtet:

"Ziel eines in diesem Schwerpunktbereich laufenden Arbeitsvorhabens ist es, an ausgewählten Beispielen (Korpusbereichen) des Teils des Wortschatzes, der der Rechtssprache und der Gemeinsprache gemeinsam ist, die Überscheidungen wie die Unterschiede und Divergenzen in der Bedeutungsgebung der Lexeme herauszuarbeiten und hierbei das Störungspotenzial offen zu legen, das sich aus solchen unterschiedlichen Bedeutungsgebungen entwickelt. Im Anschluss an die vom Leiter des Bereichs in früheren Arbeiten unternommene Erforschung der spezifischen Merkmale der fachlichen und institutionenspezifischen Semantik im Bereich der Rechtssprache zeigt sich, dass eine solche Analyse die Offenlegung des jeweils zur Geltung gebrachten bedeutungsrelevanten Wissens erfordert. Rekonstruiert werden daher die hinter den fachlichen und nichtfachlichen Wortverwendungen bzw. -deutungen stehenden jeweiligen semantischen Netze und Wissenssysteme, deren innere Struktur sowie ihre Einbettung in benachbarte und/oder übergreifende Wissensstrukturen."

Die folgenden Titel geben Einblick in Dietrich Busses Arbeit:


literatur / info: Dietrich Busse, Recht als Text
literatur / info: Dietrich Busse, Juristische Semantik
literatur / info: Dietrich Busse, Textinterpretation
 

Thomas Seibert
AG Sprache des Rechts
Dietrich Busse
Anette Böcker

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