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Methodik
Recht&Sprache Recht und Sprache
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Recht durch Sprache 
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Die juristische Theorie der Sprache ist kein Erkenntnisinstrument, sondern ein Herrschaftsinstrument. Sie dient nicht selbstkritischer Reflexion. Sie sondern soll im Gegenteil jede Kritik am richterlichen Handeln von vornherein unmöglich machen. Aber ihre schlimmste Konsequenz liegt darin, dass sie die Betroffenen entmündigt. Der Rechtsunterworfene wird in einer Sprache beurteilt, deren Inhalt objektiv vorgegeben sein soll, aber nur für den Richter erkennbar ist. In einem Zug wird also das richterliche Sprechen unangreifbar gemacht und den anderen Verfahrensbeteiligten die Sprache genommen. Die von dieser Sprachtheorie statuierte Ordnung ist totalitär, weil sie die Subjekte an einer Sprache misst, in der die eigene Stimme und das eigene Erleben nicht vorkommen. Aber zum Glück ist diese Theorie nicht deckungsgleich mit der wirklichen Praxis des Rechts. Deren Komplexität überschreitet die geschlossene Ordnung juristischer Standes- und Sprachideologie.
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Sprache, Recht, Gewalt
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