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Recht&Sprache Recht und Sprache
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
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Ziel der Auslegung 
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Die Technik der Auslegung will eine Hierarchie herstellen zwischen einem heiligen Text und einem abgeleiteten Text. Wir haben auf der einen Seite einen Gott, Dichter oder Gesetzgeber und auf der anderen Seite einen Priester, Literaturwissenschaftler oder Richter. Der Priester soll seinen Gott nicht sagen lassen, was ihm so einfällt. Also etwa behaupten, dass Gott seine Gnade nur gegen Ablass gewähre. Er soll wirklich das Wort Gottes verkünden. Genauso soll der Richter nicht seinen Willen an die Stelle des Willens des Gesetzgebers setzen.

Nun ist aber jedes Lesen eine Sinnverschiebung. Denn der Leser versteht den Text meistens aus einer vollkommen neuen Lebenssituation heraus oder wie man neuerdings formuliert: Er propft den Text auf einen neuen Kontext auf. Verhindern lässt sich diese Produktivität des Lesens nicht. Das ist heute unumstritten. Aber vielleicht lässt sich diese Produktivität erschweren, bremsen oder in ihrer Gewalt, die sie dem Text antut, teilen und kontrollieren.

Als Bremsklötze für die Geschwindigkeit der Sinnvermehrung kommen drei Instanzen in Frage: der Autor, der Text oder der Vorgang des Lesens.
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