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Recht&Sprache Recht und Sprache
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
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Auslegung 
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Herkömmlich werden für die Beschreibung der Arbeit der Gerichte drei Bezugspunkte verwendet: der Gegenstand der Auslegung, ihre Ziele und ihre Mittel. Diese drei Dimensionen werden als vollkommen zutreffend beibehalten. Es sollen aber trotzdem gewisse metaphysische Implikationen verabschiedet werden, welche die herkömmliche Theorie diesen drei Dimensionen unterschiebt.

Das beginnt mit dem Begriff Auslegung. Genau wie das Wort Motorhaube war dies ursprünglich eine Metapher. Sie sollte deutlich machen, dass die Aufgabe des Rechtsanwenders darin besteht, den im Behälter des Normtextes eingefalteten Willen des Gesetzgebers wie einen Teppich wieder auszulegen. Nur um den Abstand zu dieser traditionellen Vorstellung zu markieren, wird hier gelegentlich von Textarbeit gesprochen. Auch der Gegenstand der Auslegung wird von der herkömmlichen Theorie im Sinne eines idealen Bedeutungsgegenstandes aufgeladen zu einem lex ante casum. Die Ziele der Auslegung sollen sich nicht aus den politischen Entscheidungen der Verfassung, sondern aus den Auslegungstheorien ergeben. Und schließlich werden die Mittel der Auslegung nicht von der Praxis aufgenommen und konsequent durchdacht, sondern abgeleitet aus einer philosophischen Theorie des Rechts oder der Sprache. All diese vielen Voraussetzungen werden hier als Vorentscheidungen eingeklammert. Wir beginnen arm und wollen sehen, ob wir durch Arbeit zu etwas Reichtum gelangen.
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