start Technische Hinweise glossar • • • lectures schemata suche sitemapimpressum
Recht&Sprache Recht und Sprache
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
register
Sprachregel
Der grundrechtliche Ansatz der Strukturierenden Rechtslehre wird als eine zu enge Tatbestandstheorie bezeichnet. Ihre Sicht der Grundrechte verstecke das zur Entscheidung erforderliche Spiel von Gründen und Gegengründen in der Konkretisierung des Normtextes, statt ausdrücklich Prinzipien gegeneinander abzuwägen. Diese Kritik beruht allein auf der Entgegensetzung von Regeln und Prinzipien. Diese letzteren können aber überhaupt nur dadurch gewonnen werden, dass man einen engen, nämlich einen regelplatonistischen Begriff der Sprachregel einführt. Untersucht man dagegen den Begriff der Sprachregel und ihre Durchsetzung als Teil der semantischen Praxis des juristischen Sprachspiels, wird deutlich, dass die von Alexy als normgelöste Güterabwägung aufgefasste Problematik zum größten Teil innerhalb der systematischen Auslegung der Grundrechte des Grundgesetzes zu verorten und zu diskutieren ist. Wenn Alexy demgegenüber zur Begründung von Entscheidungen eine vorgeblich objektive Wertordnung heranzieht, dann dient gerade das der Verdeckung von Begründungsdefiziten.

JM I, Rn. 141
Das könnte
Sie auch interessieren:

Normativität
Geltung
Entscheidung
Sinnzuschreibung
Regeln
Regelplatonismus
Regelskeptizismus
Zum Anfang
Wir sind an Ihrer
Meinung interessiert
info@juristische-methodik.de
Wir freuen uns
auf Ihre Anregungen
Zum Anfang
© RC 2003 ff.