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Recht&Sprache Recht und Sprache
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
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Begriff der rechtsvergleichenden Auslegung
Die rechtsvergleichende Auslegung spielt in der Methodenkultur der Mitgliedstaaten keine erhebliche Rolle. Für die Praxis der Gerichte ist sie zu zeitraubend und voraussetzungsvoll. Wenn sie überhaupt anerkannt wird, ist sie meistens wissenschaftlichen Monographien vorbehalten. Dabei kann sie wichtige Perspektiven liefern. Der Vergleich mit anderen Rechtskulturen macht Stärken und Schwächen der eigenen Lösung sichtbar. Damit werden Spielräume für Alternativen deutlich, und die Lesart der nationalen Texte kann sich innerhalb der sonst anerkannten methodischen Grenzen verschieben. Die Art. 6 ABS. 2 und 288 EG machen diese Methode nun aber für die Gerichte der Gemeinschaft verpflichtend. Damit wird es möglich, das Potenzial und die Risiken dieser Figur besser einzuschätzen.

JM II, S. 104
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