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Recht&Sprache Recht und Sprache
Linguistik Rechtslinguistik: Sprache des Rechts
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Rechtanwendung als Beobachtung erster Ordnung
Die europarechtliche Literatur versteht Auslegen bisher nur als Erkennen des normativen Gehalts von geschriebenen Rechtsvorschriften. Gegenstand der Auslegung ist demnach nicht die Ausdrucksseite oder der Text als Zeichenkette, sondern von vornherein die Inhaltsseite als objektive Bedeutung des Textes. Diese Bedeutung wird schlicht erkannt und nicht etwa vom Leser und Entscheider (mit)erzeugt. Daraus folgt eine Definition wie: „Gegenstand der Auslegung ist der Gesetzestext als Träger dieses normativen Sinnes. Der Gesetzestext selbst ist nicht mit dem normativen Sinn gleichzusetzen, sondern dieser liegt sozusagen ‚hinter‘ dem Text als das von den Zeichen und Zeichenverbindungen, die den Wortlaut bilden, Bezeichnete.“

Das ist eine Vorentscheidung für die Beobachtung erster Ordnung.

JM II, S.151 f
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